Mrz 14

Lenzerheide…

… ist ja wirklich ein schöner Ort, das muss man schon sagen. Wenn das Wetter schön ist, halt. Nur sind wir davon im Moment ziemlich weit entfernt. Wegen der Nähe zu Zürich (rund 90 Minuten mit dem Auto) ist das Hochplateau über Chur auch beliebter Ort für Zweitdomizile der betuchteren Züricher. Auch Roger Federer hat hier heroben irgendwo ein kleines Chalet (ich hab’ es noch nicht gefunden).

Was aber auch in Lenzerheide befremdlich ist: die Hotels. Ich hab’ es schon ein paar Mal erwähnt, dass ich die Schweizer ja grundsätzlich nicht für die geborenen Touristiker halte. Dienstleistung am Kunden sind ihre Sache nicht, das Personal ist zwar korrekt, aber freundlich ist anders….

Und dann sind da noch die Hotels selbst. Wir etwa wohnen im “Hotel Panorama” in Valbella. Baujahr: geschätzt in den 70ern, das sieht man auch noch im Zimmer, ein Appartement mit dem klingenden Namen “Hundertwasser”. Warum? keine Ahnung. Bilder gibt s keine, die Vorhänge haben diesen 80er-Jahre aufgeregten Look und kosten tut es… 660 Franken pro Nacht… Ein Wahnsinn, normal. Wir wohnen zum Glück ein wenig billiger.

Der Beweis:

Zimmerpreis

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Mrz 13

Die Weltcup-Saison…

… nähert sich ihrem Ende – das aber ohne die abschließenden Abfahrten. Denn der Nebel in Lenzerheide verhinderte jedes Rennen. traurig irgendwie: Der Nebel hing lange über dem Ziel in Parpan, während im Ort Lenzerheide strahlender Sonnenschein war. 

Der Unterschied: So sah es am Trainingstag aus…

Lenzerheide schön

Und so sah es – von gleicher Stelle – am Tag der Abfahrten aus:

Lenzerheide_Nebel

Die Abfahrt ist ohnehin nicht bei allen beliebt. “Gebogene Stecken brauchen mir da nit”, sagte etwa Christof Innerhofer – und der mag die Silvano-Beltrametti-Strecke sehr wohl… Was er meinte: “Oft kann man hier die Stecken eh nit unter die Arme nehmen…”

 

 

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Feb 17

Freude, Freude, Freude

SKI ALPIN - FIS Ski WM 2013, Slalom, Herren

Wenn der Druck abfällt: Marcel Hirscher nach seinem Gold-Lauf (Foto: GEPA)

Sie hüpfen wie kleine Gummibälle durch das Zielstadion, stolpern durch den Schnee, wischen sich verstohlen Freudentränen aus den Augen, strahlen über das ganze Gesicht, drehen schier endlose Ehrenrunden vor den Fans im Ziel. Sportler können sich rührend wunderbar über ihre Erfolge freuen. Ein paar Beispiele:

Marcel Hirscher stolpert vor Freude durch den Schnee. Felix Neureuther wiederholt dreimal “Ich bin fertig, ich bin fertig, ich bin fertig”. Michaela Kirchgasser hüpft mit einer Einzel-Silbernen am Stockerl auf und ab. Lara Gut fällt einem Betreuer um den Hals - wirft ihn vor Freude fast um. Mikaela Shiffrin fehlen nach der Goldenen im Interview die Worte. Tessa Worley rinnen Tränen über die Wange. Maria Höfl-Riesch läuft stocksteif in Ski-Schuhen durch den Schnee, um mit ihren Fans auf der Tribüne zu feiern. Romed Baumann dreht im Ziel schwungvolle Runden - taucht unter einer Kamera durch, um nicht aufhören zu müssen. Ted Ligety geht es ähnlich - er dreht seine Runden wie ein Eiskunstläufer.

Aber am schönsten hat sich beim Damen-Slalom am Samstag eine eher unbekannte Läuferin gefreut: Sprünge mit Skiern an den Beinen, Hände in der Luft, breites Grinsen. Weil sie den 48 oder 52 Platz geschafft hat.

Birgit Baustädter

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Feb 17

Von verlorenen Wetten & gewonnenen Freunden

Sara, Marcel, Matthias, Beat & Thomas

Sara, Marcel, Matthias, Beat & Thomas

Es ist bald ein Jahr her, da war in Schladming vom Skifahren die Rede. Zum einen, weil ja die WM bald anstand, zum anderen, weil mit dem Weltcupfinale die Generalprobe in vollem Gange war. Die Saison war lange und spannend und Marcel Hirscher stand unmittelbar davor, sich zum alpinen Alleinherrscher aufzuschwingen. Als Österreicher wusste man das natürlich schon vor dem großen Finale. Die Kollegen von der Schweizer Presse wollten das freilich nicht wahrhaben. Und so trug es sich zu, dass – getragen von nachbarschaftlichem Konkurrenzdenken und patriotischem Sportsgeist – eine Wette abgeschlossen wurde. Marcel Perren vom “Blick” prophezeihte das bessere Ende für Beat Feuz, Kollege Thomas Huber und ich folgten unserem untrüglichen Instinkt, was den Sport betrifft (Die Plätze eins & zwei bei der internen Fußball-WM-Wette, an der sich zumindest der halbe Styria-Konzern beteiligte, bezeugen meine Worte.) und setzten auf den Salzburger. Natürlich waren wir so fair, den Eidgenossen auf seine unabwendbare Niederlage hinzuweisen, bevor wir die Wette besiegelten.

Er wollte nicht hören.Ich muss nicht erwähnen, wer gewonnen hat. “Kalt wie eine Hundeschnauze”, war der anerkennende Kommentar Marcels über Marcel. Der Sieg war allerdings überschattet von den gesundheitlichen Problemen des Schweizer Abfahrtswunders. Letztlich musste der sympatische Berner die Skistöcke ins Eck stellen, um seinem Knie die erforderliche Pause einzuräumen. Und so muss Beat Feuz auch bei der WM in Schladming zusehen.

Als wir vor wenigen Tagen Marcel Perren wieder getroffen haben, lud er uns für Samstag  in die Schweizer Residenz am Schladminger Hauptplatz ein, um seine Schuld mit geschmolzenem Käse und zu begleichen. Wir kämpften uns also durch euphorisierte Menschenmassen, während ein Leningrad Cowboy in Lederhosen “a Liad fia uns” zum besten gab. Marcel saß schon am Tisch, als wir im Schweizer Haus ankamen. Ihm gegenüber saß Beat Feuz, der uns grüßte und den Blick-Redakteur mit einem diebischen Lächeln fragte, ob er schon wieder eine Wette verloren hätte. “Der Grund dafür warst du”, erwiderte Marcel und erläuterte die näheren Umstände. Dann beglich er seine Schuld.

An dieser Stelle möchten wir uns für einen netten Abend mit guter Unterhaltung und ausgezeichnetem Essen bedanken! Und wir wünschen unserem ehrenwerten Kollegen, dass er bald wieder über Erfolge von Beat Feuz berichten kann. Die nächste Wette läuft übrigens. Sotschi, wir kommen!

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Feb 15

Wenn es Journalisten zu ernst nehmen…

SAMSUNGDie Medien-Mixed Zone für Journalisten ist ein eigenes Universum. Kamerateam neben Kamerateam. Prinzipiell gibt es wenige Probleme. Die Kollegen sind nett, man hat sich schnell arrangiert – jeder braucht sein Bild und seinen O-Ton.

Und dann gibt es da die Ausnahmen. Die Teams, die es zu ernst nehmen. Wie bei dieser WM das Team eines großen deutschen Fernsehsenders (Name der Redakteurin bekannt). Sie machen  sich zu dritt an der Absperrung breit, auch wenn sie gerade kein Interview führen. Schnappen uns schnell die letzte kleine Lücke weg. Absichtlich, wie aus ihren Gesprächen über uns erkennbar ist. Sie sind mit ihrem Interview fertig, ich filme gerade - plötzlich spüre ich die Kamera am Kopf und einen Ellbogen in der Wirbelsäule. Kann ja mal passieren. Das zweite Mal kommt es mir schon seltsamer vor. Klar wird es mit dem Satz: “Jetz schupf sie wenigstens!” und einem harten Schlag mit der flachen Hand auf den Rücken. Wenig später sind sie weg, sie interviewen keinen einzigen der Fahrer, die wir für unsere Geschichte brauchen.

Dass nach zwei Wochen Extremsituation - in der wir hier alle ohne Zweifel sind - die Emotionen überkochen ist mir klar und absolut verständlich. Aber aggressiv zu werden, auch körperlich, ist nicht ok. Ich habe trotzdem lachen müssen… “Was seid ihr eigentlich für Leute?”

Birgit Baustädter

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Feb 13

Im Bademantel durch Schladming

kastner šhler geschenke julia schafferhoferAnekdote eines Schweizer Journalisten-Kollegen: Ein eidgenössicher Ski-Star hat in Schladming seinen Geburtstag nachgefeiert – in feinem Rahmen, über den Dächern des WM-Ortes, in der “Relax Lounge” der “Hohenhaus Tenne”. Dort steht auch ein beheizter Whirlpool, der zu fortgeschrittener Stund’ gerne frequentiert wird.

Gefährlich wird’s dann, wenn sich zwei Abfahrer das Becken gleichzeitig teilen wollen. Wer nicht rechtzeitig flüchtet, hat Pech gehabt. Unser Schweizer Journalisten-Kollege hat Pech gehabt: Das Wasser schwappte über – genau auf sein Gewand. Und so hatte er die Wahl, entweder pitschnass nach Hause zu gehen oder auf Bademantel und Saunaschlapfen zurückzugreifen, die der Wirt netterweise für ihn parat hatte. Unser Schweizer Kollege nahm das Angebot an und spazierte im Bademantel durch Schladming nach Hause…(th)

 

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Feb 12

Sympathie-Weltmeister

Ich muss gestehen… bei der WM sind mir momentan eindeutig die Schweizer das sympathischte Team. Warum?

1. Sie wissen, wie man Krach macht: mit großen Glocken und rhythmischem Stampfen

2. Sie machen “Hopsi” Konkurrenz

3. Sie feuern mit “Hopp Skistern” an und laden zur “Medienkonferenz”

4. Sie verwenden auf der Leinwand vor dem Schweizer Haus am Hauptplatz in der Nacht ein Testbild (siehe Bild unten)

5. Lara Gut freute sich über ihren Erfolg wie ein kleiner Gummiball

6. Sie machen Hammer-Fondue

Habe ich etwas vergessen?

Birgit Baustädter

schwizz_blog

Das Testbild vor dem Schweizer Haus

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Feb 12

Auch Costner gefällt die Kleine Zeitung

costner_facebook2Kevin Costner hat’s in Schladming offenbar gefallen. Und offenbar scheint dem Hollywood-Star auch die Kleine Zeitung zu gefallen. Soeben auf Facebook entdeckt:

http://www.facebook.com/kevincostnerandmodernwest

“Strike!”, jubelt unser Fotograf Gernot Eder, der die Costner-Fotos am Samstag geschossen hat. (th)

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Feb 11

Das Duell: Ski-Heiland vs. Papst

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Maier und der Papst liefern sich ein heißes Klick-Duell

Hermann Maier teilt aus, der Papst tritt zurück - zwei Meldungen, die heute nicht nur in Schladming Gesprächsthema Nummer eins sind. In Sachen Zugriffszahlen liefern sich der “Ski-Heiland” und der Papst derzeit auf www.kleinezeitung.at ein Kopf-an-Kopf-Rennen – das wohl bisher spannendste Rennen dieser WM. Zuerst war Maier auf Goldkurs, derzeit ist es der Papst. Es bleibt spannend… (th) 

 

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Feb 10

Polsterschlacht

Gewundert habe ich mich schon, als ich bei meiner Ankunft einen Polster im “Pressegeschenk” auspacken durfte. Heute hat er aber wirklich Sinn. Nach meinem gestrigen Besuch im berühmt-berüchtigten “TirolBerg”, natürlich nur für Recherchezwecke, ist der Polster heute mein bester Freund. Wie ein  “Daunerl” passt  er sich perfekt meinem  Kopf an und rettet mich über die härtesten Stunden am “Tag danach”. 

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Dabei fällt mir kurz vorm Wegdösen der Spruch meiner Mama ein: “Wer fortgehn kann, kann aufstehen auch”.  Aufgestanden bin ich, aber wenn sogar das Pressezentrum einen Polster als notwendige Journalistenausrüstung erachtet, dann wird  im Büro ein kurzes “Schlaferl” schon genehmigt sein.

 

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